Auf einen Blick
Allgemeines
Die Deutsche Schule in der Provinz Málaga - Colegio Alemán Juan Hoffmann - ist eine selbstständige Privatschule, die vom spanischen Erziehungsministerium genehmigt ist sowie von der „Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland" (KMK) als offizielle Auslandsschule anerkannt und beaufsichtigt wird. Die „Zentralstelle für das Auslandsschulwesen" (ZfA) betreut im Auftrag des Auswärtigen Amtes die Schule personell und pädagogisch. So vermittelt die ZfA von den Kultusbehörden der einzelnen Bundesländer beurlaubte Lehrer für eine begrenzte Zeit an die Schule und zahlt jährlich Schulbeihilfe. Neben den derzeit 12 „vermittelten Lehrkräften" unterrichten an der Schule 7 spanische und 29 deutsche Ortslehrkräfte.
Die Förderung aus Deutschland reicht jedoch nicht aus, so dass die Schule auf Einnahmen aus Schulgeld angewiesen ist. Diese beiden Haupteinnahmequellen werden jedoch durch Spenden von Freunden und Förderern immer wieder großzügig ergänzt.
Zur Lage und zum Einzugsbereich der Schule
Die Schule liegt etwa 15 km östlich von Marbella auf einem von Pinien und Korkeichen bewaldeten Hügel, etwa 420 m über dem Meeresspiegel. Die Entfernung von der Autovia A7, Málaga – Cádiz (ehemalige N-340), beträgt etwa 5km. In direkter Nachbarschaft zur Schule befinden sich die spanische Privatschule ECOS (eine katholische Jungenschule) und das Tennis-Zentrum Hofsäss.
Die Schüler der Deutschen Schule wohnen in einem Einzugsbereich, der sich jeweils 50 km östlich und westlich der Schule (von Málaga bis Estepona) entlang der Küste erstreckt. Der größte Teil der Schüler wird durch angemietete Busse zur Schule und nach Hause gebracht.
Die aktuelle Schulstruktur
In den letzten Jahren hat sich die Deutsche Schule in der Provinz Málaga zu einer voll ausgebauten „Begegnungsschule" entwickelt. Diese Begegnungsschulen (in Spanien: Barcelona, Bilbao, Las Palmas, Madrid, Málaga, Santa Cruz de Tenerife und Valencia) haben eine bilinguale Ausbildung deutscher und spanischer Schüler zum Ziel. Der Unterricht erfolgt auf der Basis gemeinsamer Pläne (Lehrpläne, Stundentafeln, Zeugnis- und Versetzungsordnung, Reifeprüfungsordnung u.a.), die von den innerdeutschen Behörden genehmigt sind. So sind Wechsel von einer Deutschen Schule in Spanien zur anderen im Allgemeinen auch unkomplizierter als der Wechsel von und zu einer innerdeutschen Schule, der angesichts der unterschiedlichen Bildungsgänge in den einzelnen Bundesländern nicht immer völlig reibungslos verläuft. An dieser Stelle soll auch die überdurchschnittliche Belastung der Kinder und Jugendlichen erwähnt werden, die sich durch das breite Fächerangebot und die damit verbundenen hohen Wochenstundenzahlen (zwischen 30 im Kindergarten und 36 in der Oberstufe) ergibt.
Schülerzahlen und Klassen
Zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 verteilten sich 650 Schüler (Nationalitäten: 262 dt., 261 span., 57 dt./span. und 70 andere) auf sechs Kindergartengruppen (6 altersgemischte Gruppen von 3 – 6 Jahren mit Vorschulschulunterricht in 3 Gruppen, die durch Grundschullehrer unterrichtet werden), acht Grundschulklassen (1. bis 4. Klasse je zweizügig), zwei 5. Klassen (gymnasial geführte Orientierungsstufe) sowie 14 Gymnasialklassen (Klassen 6 bis 12).
Haupt- und Realschüler werden - bei teilweiser Differenzierung - in den Gymnasialklassen geführt. Die Klassengrößen liegen zwischen 19 und 26 Schülern.
Fremdsprachenfolge:
Englisch ab Klasse 5, Französisch ab Klasse 9
Unterrichtssprachen:
Deutsch und Spanisch ab Kindergarten
Naturwissenschaften:
Biologie ab Klasse 5, Physik ab Klasse 7, Chemie ab Klasse 9
Wahlmöglichkeiten:
Wahl zwischen Französisch (sprachlicher Schwerpunkt) und Physik (naturwissenschaftlicher Schwerpunkt) für die Klassen 11 und 12; Informatik freiwillig zusätzlich ab Klasse 10 bis Klasse 12
Kein Kurssystem in der gymnasialen Oberstufe.
Prüfungen und Abschlüsse
- Hauptabschluss der 9. Klasse
- Realschulabschluss nach der 10. Klasse
- Deutsche allgemeine Hochschulreife am Ende der 12. Klasse
Neu in die Schule eintretende deutschsprachige Schüler, die noch keine Kenntnisse in der spanischen Sprache besitzen, erhalten eine Nachholfrist von zwei Jahren, während der sie durch privaten Unterricht auf den Klassenstand zu bringen sind. In halbjährlichen Überprüfungen wird der jeweilige Wissensstand kontrolliert. Am Ende des zweiten Jahres wird das Fach Spanisch bereits versetzungsrelevant benotet, wobei ein gestaffeltes „Bonus"-System noch mehrere Jahre danach Rückstände etwas ausgleichen hilft. Spanisch ist damit innerhalb der bilingualen Ausbildung als Zweitsprache zu betrachten und hat deshalb auch in der Prüfung zur allgemeinen Hochschulreife einen entsprechenden Stellenwert.
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